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Weniger Seminare, trotz steigender Budgets!
Spricht man heut zu Tage von Weiterbildungsmaßnahmen, meint man längst nicht mehr nur einfache Seminare, die die Mitarbeiter besuchen und danach in Ihren Arbeitsaltag zurück verfallen.
Aus "einfachen" Dienstleistern in der Weiterbildungsbranche werden immer häufiger Trainer, Coaches und Berater, zu deren Aufgabenbereich nicht "nur" die Durchführung eines Seminars, sonder weit aus mehr gehört.
Die Unternehmen haben erkannt, dass man für die Weiterbildung und Schulung von Mitarbeitern wesentlich mehr Aufwand zu bewältigen hat, als die betroffenen Personen in ein Seminar zu verfrachten.
Detaillierte Vorbereitung, sowie... eine akribische Qualitätskontrolle sind der Schlüssel zum Erfolg von Weiterbildungsmaßnahmen. Immer mehr Unternehmen beginnen deshalb, die vor- und nachgelagerten Schritte einer Trainingsmaßnahme auf die Trainer selbst auszulagern.
Tendenziell bestreiten Weiterbildungsanbieter nur noch ein Drittel ihres Aufgabenbereiches mit den eigentlichen Schulungen. Der prozentuale Anteil an Konzeptionierung nimmt hingegen immer mehr zu.
Obwohl die Angebotsnachfrage nach Weiterbildungsmaßnahmen immer mehr zunimmt ist der Akquisebetrieb der Weiterbildungsdienstleister nicht geringer geworden. Es gilt den Interessenten nicht nur durch das Angebot an Semianren sondern auch die fachlichen Kompetenzen in der Konzeptionierung und Prozessoptimierung und der Leistungskontrolle zu überzeugen.
Diese neue Art der Weiterbildungsdiensleistung wird jedoch noch nicht von allen Unternehmen toleriert, so scheuen viele Unternehmen das neue Konzept, dass unweigerlich eine engere Bindung von Trainer/Coach/Berater und dem Unternehmen selbst vorraussetzt.
Viele Unternehmen befürchten dem Dienstleister so zu tiefe Einblicke in ihr Innerstes zu genähmigen.
Betriebliche Weiterbildungen verstehen sich außerdem längst nicht nur im engagieren von externen Dienstleister, so werden arbeitsplatznahe Maßnahmen in den Unternehmen immer beliebter. Betriebsinterne Förderkreise, interne organisierte Coachings und Trainings, sowie die gezielte Auswahl begabter Mitarbeiter werden immer populärer.
Was unweigerlich zur Folge hat, das aufgestockte Budgets für die Weiterbildungsmaßnahmen sich nicht wie zu erwarten in einer Zunahme an Seminaren zeigen!
Das Fazit für alle Weiterbildungsanbieter ist daher klar zu erkennen:
Mit einfachen Seminaren sind heut zu Tage keine Kunden mehr zu gewinnen, nur mehr seine Interessenten durch professionelle Zusatzdienstleistungen überzeugen kann, bleibt im Rennen.
Man muss zeigen, dass man mehr zu bieten hat.
Jürgen Graf hat zu diesem Thema ein interessanten Buch verfasst.

Es trägt den Titel "Weiterbildungsszene Deutschland - 2008"
Wir werden das Buch in den nächsten Wochen einer detailierten Prüfung unterziehen und dann an dieser Stelle noch einmal ausführlicher darüber berichten.