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Business-Knigge für Italien
In Italien kann es bei geschäftlichen Gesprächen schnell mal laut werden. Doch unhöflich ist es nicht, es gehört vielmehr zum erfolgreichen Verhandeln dazu, denn die Italiener sind nicht nur im Privatleben impulsiv und ausschweifend. Im Geschäftsessen darf die große Geste nicht fehlen. Doch was ist wenn alle durcheinander reden? Kein Problem - einfach mitreden, denn in im Land der Mafia und von Mama, Mona Lisa mag man keine kürzeren oder längeren Gesprächspausen. Genauso weniger mag man dort übrigens ein ungepflegtes Auftreten. Schließlich reklamieren Italiener für sich, stets mode- und trendbewusst aufzutreten. Für deutsche Geschäftspartner heißt es: Mithalten und die Sonnenbrille nicht vergessen!
Hier noch ein paar Tipps und Tabus für die, die in Italien Geschäfte machen wollen:
- Pünktlichkeit: Sie sollten zu Terminen immer pünktlich erscheinen,wobei der Italiener selbst nie zum exakt vereinbarten Zeitpunkt erscheint.
- Begrüssung: Man begrüßt sich mit einem Handschlag und einem intensiven Blickkontakt. Die Frau sollte dem Mann zuerst die Hand reichen. Desweiteren wird in Italien viel Wert bei der Anrede auf den Status und Titel, wie z.B. Dottore oder Advocato, gelegt.
- Small-Talk: Auf der sicheren Seite sind Sie bei einem Small-Talk immer mit Familie, Fußball und Ferrari. Aber schadet auch nicht, wenn Sie sich mit italienische Filmen, Literatur und Architektur auskennen.
- Tischsitten: In einem "besseren" Restaurant sollten Sie auf keinen Fall Pizza oder Pasta bestellen. Das Abendessen wird entweder mit einem Kaffee oder einem Espresso beendet. Bis zum Kaffee sollten die geschäftlichen Themen geschlossen sein.
- Tabu-Themen: Erwähnen Sie nie den Zweiten Weltkrieg oder die Annerkenung der Mafia und zur katholischen Kirche.
Quelle: BizTravel Ausgabe März/April 2009